Saisonstart 2016 / 2017

Neues Jahr, neues Glück? Im schnelllebigen Fußballalltag ist diese Floskel sicher zutreffender als in vielen anderen Bereichen unseres Lebens. Getan hat sich im Sommer jedenfalls so einiges beim FC… Viele Gesichter der alten Mannschaft tragen nicht mehr unser Maillot und haben das Weite gesucht. Traurig sind wir darüber gewiss nicht, spätestens seit der letztjährig gezeigten Respektlosigkeit gegenüber der Kurve hatten Teile der Mannschaft keinerlei Kredit mehr in unseren Reihen.

Eine der drängendsten Fragen, die einen Großteil der blauschwarzen Anhängerschaft beschäftigt, können wir guten Gewissens mit Nein beantworten. Aber fangen wir erstmal vorne an. Die bisher eingetretenen Veränderungen im Verein begrüßen wir ausdrücklich, der Kader macht einen frischen, motivierten Eindruck und auch die Installation neuer Personen im operativen Bereich stimmt uns optimistisch. Wenig zuversichtlich sind wir bezüglich grundlegender, struktureller Einschnitte, die in unserem Club seit über einem Jahrzehnt überfällig wären. Die alleinige finanzielle Abhängigkeit von Hartmut Ostermann ist nach wie vor gegeben, die von Herr Weller stolz verkündete Senkung des Etats ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn die frei gewordenen Mittel nicht in nachhaltige Projekte, wie etwa die Senkung der Schuldenlast, fließen. Jedes Kind in Saarbrücken weiß, dass millionenschwere Verbindlichkeiten bei Ostermann/Victors den Weg für potentielle Nachfolger der Ära Ostermann zum finanziellen Himmelfahrtskommando machen würden. In der Luxussituation, dass „unser“ Präsident gleichzeitig Hauptsponsor ist, wären die Möglichkeiten durchaus gegeben die Verbindlichkeiten nachhaltig zu senken. „Zum Wohle des Verein“ zu handeln bedeutet mehr als nur ein oder zwei Jahre in die Zukunft zu schauen und auf den gefühlt zehnten Zweijahresplan zu hoffen. Herr Ostermann hätte es in der Hand diese Schritte einzuleiten, man denke nur an die Marketingrechte, die in „seinem“ Besitz sind. Warum erzählen wir euch das? Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass sich an den Strukturen hinter den Kulissen nicht allzu viel geändert hat. Bezeichnend, dass Schatzmeister Weller unter den Augen bekannter Ehrenmänner, die laut HO und Co. keine offiziellen Posten mehr im Verein bekleiden, die neue sportliche Leitung des Vereins präsentiert.

Im Sinne des Vereins kann bei der nächsten Mitgliederversammlung nur das Ziel sein, die Weichen zu stellen, um unseren Club aus dieser ungesunden finanziellen Abhängigkeit heraus zu führen. Unabhängige Kandidaten in den Aufsichtsrat zu wählen, die eine gewissenhafte Beurteilung des Präsidiums gewährleisten, keine Ja-Sager verkörpern und vor allen Dingen fähig sind einschneidende Entscheidungen zu treffen, brauch unser FCS in der Zukunft.
Im Übrigen sollte Herrn Ostermann endlich klar werden, dass ein Präsident den Verein repräsentieren muss und nicht beim Großteil der Spiele mit Abwesenheit zu glänzen hat. Sollten die Spielbesuche des Präsidenten weiter so rar sein wie in der vergangenen Saison, liefert er weitere Argumente, warum die Position des Präsidenten für ihn ungeeignet ist.

Deshalb ein klares Nein, die Kritik wird von unserer Seite nicht verstummen. Schlicht deshalb, weil sie nach wie vor berechtigt ist. Gleichwohl wird der Boykott in den ersten 19:03 Minuten jedes Spiels zur neuen Saison bis auf weiteres aufgehoben. Wir glauben an unsere Mannschaft und wollen gemeinsam mit allen supportwilligen FC Fans eine Atmosphäre schaffen, die mit etwas Glück schon in diesem Jahr den Aufstieg begünstigen kann. Rafft euch auf, kommt zum FC und unterstützt Blau Schwarz! Wir sind der 12. Mann!

Aux Armes!

Boys Saarbrücken

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Info für alle FC Fans

Das kommende Heimspiel der ersten Mannschaft gegen Astoria Walldorf werden wir nutzen, um in den ersten 19:03 Minuten unseren Unmut über die aktuelle Situation lautstark kund zu tun und deutliche Forderungen an Hartmut Ostermann zu stellen. Nach dieser Protestphase werden wir das Stadion geschlossen verlassen, nach Quierschied fahren und dort die U19 unseres FCS unterstützen.

Hartmut Ostermann kann in den kommenden Wochen unter Beweis stellen, dass es ihm nicht egal ist, wenn unser Verein endgültig gegen die Wand gefahren wird. Setzt kein Umdenken ein, wird ein leeres Stadion ohne echte Stimmung die triste Zukunft des 1. FC Saarbrücken sein.

Für diesen finalen Warnschuss rufen wir alle organisierten und unorganisierten Fans auf sich uns anzuschließen und ebenfalls nach 19:03 Minuten das Stadion zu verlassen. Denn so, wie unser Verein aktuell geführt wird, ist eine erfolgreiche Zukunft reinste Utopie. Gemeinsam Zeichen setzen!

Wir sehen uns am Samstag, Treffpunkt 12:45 Uhr Stadion Völklingen!

Ein Zwischenruf…

Die Augen muss man sich schon ein wenig reiben, wenn man sieht, dass es doch noch einige Leute gibt, die in der aktuellen Situation den Weg zum FC finden. Gerade deshalb freuen wir uns über jeden Blau Schwarzen, der ins Stadion kommt und noch nicht die Flinte ins Korn geworfen hat. Unserer Ansicht nach ist es in den letzten Spielen wichtiger denn je Präsenz zu zeigen. Den Verantwortlichen, und in erster Linie Präsident Ostermann, muss klar gemacht werden, dass es höchste Zeit ist, um grundlegende Entscheidungen für die Zukunft unseres Vereins zu treffen. Wieder mal hat Hartmut Ostermann die Chance, unter Beweis zu stellen, dass er seiner Verantwortung als Präsident des 1. FC Saarbrücken gewissenhaft nachkommen will. Eine Zukunft mit Hartmut Ostermann wäre für uns folglich nur dann eine Option, wenn mit neuer Struktur und frischem Personal in die Zukunft gegangen wird. Wir sehen uns deshalb in der Pflicht unermüdlich, lautstark und nachdrücklich an Hartmut Ostermann zu appellieren endlich alte Zöpfe abzuschneiden und neue Wege einzuschlagen. Die niederschmetternde Bilanz der bisherigen Vereinspolitik muss den Präsident zum Umdenken bringen. Tritt ein Umdenken nicht ein, wird es keinen gemeinsamen Weg in der Zukunft geben. Hartmut Ostermann hat es in den kommenden Wochen erneut in der Hand neue Kompetenzen ins Boot zu holen und sein erfolgloses Führungspersonal endlich über Bord zu werfen. Nachdem Ostermann im vergangenen Jahr eine Zusammenarbeit mit den Funktionären der Gruppe UnserFC noch als nicht richtig erachtete, muss ihm spätestens jetzt, nach dieser desaströsen Saison, klar sein, dass neue Strukturen und frischer Wind unerlässlich für unseren Verein sind. Eine Übereinkunft zwischen Ostermann und UnserFC wäre ein erster Schritt in eine positive Zukunft. Daher auch unser unmissverständlicher Appell an die Personen von UnserFC, wieder aktiv zu werden! Unsere Forderungen für eine gemeinsame Zukunft an Hartmut Ostermann sind jedenfalls klar:

– Neue Personen mit Kompetenz und Sachverstand müssen in die aktive Vereinsführung integriert werden
– Klare und verständliche Konzepte samt erkennbarer neuer Personalien müssen vorgelegt werden
– Wir erwarten die Integration von Leuten, die die Sprache der Basis sprechen und Meinungen der Mitglieder ernst nehmen und Entscheidungsprozesse transparent machen
– Hau-Ruck-Aktionen, wie zum Beispiel die Idee eines Beirates mit Klimmt und Co. können keinen Neuanfang einleiten und werden deshalb nicht akzeptiert
– Mit Bodenständigkeit zurück in die Erfolgsspur
– Die Weichen müssen JETZT gestellt werden und nicht erst nach der Sommerpause
– Mit frischen und neuen Ideen gemeinsam in die neue Saison
– Einberufung einer Mitgliederversammlung noch vor Saisonbeginn, wenn nötig auch aus eigener Kraft

Wenn Herr Ostermann, wie angekündigt, tatsächlich „alles auf den Prüfstand“ stellen will, dann wäre die Einberufung einer Mitgliederversammlung noch in diesem Sommer ein ehrliches Zeichen gegenüber Fans und Mitgliedern des FCS. Wie viele Mitglieder plagt auch uns die Sorge, dass zum x-ten Mal keine Lehren aus dem Scheitern dieser Saison gezogen werden. Herr Ostermann, der Ball liegt bei Ihnen.

Boys Saarbrücken, April 2016

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Spaltung des Vereins? Unruhe? Profilierungssucht? Die Aufregung über die Geschehnisse rund um den 1.FC Saarbrücken und dessen Akteure nimmt kein Ende. Die Presse und große Teile der Fans beschwören die Einigkeit und sehen beide Seiten in der Pflicht sich zu bewegen.

Diese Forderung ist äußerlich nachvollziehbar, nach Betrachtung der Fakten stellt sich die Gemengelage aber differenzierter dar, als sie auf den ersten Blick wirkt.

Orientieren wir uns daran, was in jüngster Vergangenheit passiert ist:

Hartmut Ostermann kündigt am 27.03.2015 an, dass nach Abschluss der Saison eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden wird, bei der eine Neuwahl des Aufsichtsrats vorgesehen ist. Im Zuge dieser Pressekonferenz war auch von einer Neubesetzung des Präsidiums und einer eventuellen Ausgliederung der Profiabteilung die Rede.
Die Neustrukturierung der Gremien wäre eine löbliche Veränderung im Sinne des 1. FC Saarbrücken gewesen. Dazu gekommen ist es leider nicht. Begründet wurde die Absage der Mitgliederversammlung von Vereinsseite mit der Prüfung des Satzungsantrags, der im Juni auf der Geschäftsstelle eintraf. Über 250 Anhänger setzten ihre Unterschrift unter den Antrag von Tobias Wittstadt, der die sofortige Abberufung des Aufsichtsrats und des Präsidiums vorsah.

Bekanntermaßen waren nicht alle Unterzeichner Mitglieder des FCS, weshalb der Antrag die notwendigen zehn Prozent verfehlte. In diesem Zusammenhang sind uns mehrere Fälle bekannt, in denen die Mitgliedschaft erst dann offiziell bestätigt wurde, als der Antrag schon eingereicht und geprüft worden ist. Ob diese Irritationen dem bösen Willen oder den langsamen Mühlen der FCS-Maschinerie geschuldet sind wird nicht mehr zu klären sein. Ein fader Beigeschmack bleibt.
Fest steht, dass nicht genügend Unterschriften gesammelt worden sind, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu beantragen. Dass dieser Umstand kein gutes Licht auf unsere Bemühungen wirft, dabei zu helfen, den Verein endlich neu zu strukturieren, ist uns bewusst.

Wer aber allen Ernstes glaubt, dass Hartmut Ostermann die Einladungen für die angekündigte Mitgliederversammlung am 29. Juni nach dem verpassten Aufstieg schon unterschrieben in der Schublade liegen hatte, der hat leider den Blick für die Realität verloren. Wenn der Präsident die Neustrukturierung der Gremien ankündigt, dann aber auf jegliche Nachfragen, wie diese Neustrukturierung denn konkret aussehen soll, ausweichend und nebulös antwortet, dem ist nur schwer Glauben zu schenken.
Das mangelnde Vertrauen in die Ankündigungen von Hartmut Ostermann kommt schließlich nicht von ungefähr. Zu oft wurden die Mitglieder des 1. FC Saarbrücken in der Vergangenheit mit Versprechungen getäuscht, die letztlich nicht eingetroffen sind:

– Personalie Sasic: Von der Sportförderung bei Victor’s zum Leiter der Lizenzspielerabteilung und Teil der Geschäftsführung des FCS. Im März 2015 (!) fühlte sich Hartmut Ostermann zum ersten Mal berufen den Fans und Mitgliedern des FCS mitzuteilen, dass Milan Sasic großen Einfluss auf die sportlichen Geschicke hat. Ein Jahr Verschleierungstaktik und Mitgliederverarsche schlagen dem Fass den Boden aus. Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit? Fehlanzeige!

– „Ehrenmann“ Pini: „Das war ein Versprechen von Michael Arnold. (…) Nach dem Rücktritt von Sebastian Pini haben die anderen Aufsichtsratsmitglieder wahrscheinlich gedacht, dass sich die Sache erledigt hat. (…)“ (Hartmut Ostermann, 25.07.2015 Quelle: offizielle FCS-Homepage)

Eigentlich müsste man über so viel Dilettantismus herzhaft lachen, wäre diese Aussage kein weiterer Schlag ins Gesicht der Mitglieder. Ostermanns Aussagen sind an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Als Präsident muss er erkennen, dass diese Affäre viele Mitglieder bewegt und eine lückenlose Aufklärung im Interesse der Mitgliedschaft ist. Es handelte sich um ein Fehlverhalten von HOs damaligem Präsidiumskollegen. Bis heute ist nicht bekannt, welche Personen aus der FCS-Führung noch in diese Affäre involviert waren. Der Verweis auf die Aussage von Michael Arnold ist ein billiger Versuch die Verantwortung von sich wegzuschieben. Der Verweis auf die anderen AR-Mitglieder ist an dieser Stelle noch viel scheinheiliger. Schließlich glänzte der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende und Ostermann-Vertraute Franz-Josef-Abel vor kurzem mit diffamierenden Aussagen gegenüber den Personen, die einer neuen Vereinskultur aufgeschlossen gegenüber stehen: „Wenn ein Krebsgeschwür da ist, dann muss man es herausschneiden.“ Dass Herr Abel gedacht hat, „dass sich die Sache erledigt hat“ ist folglich sehr gut vorstellbar. Der Verantwortung, die ein Präsident zu tragen hat, ist Hartmut Ostermann allerdings zum wiederholten Male nicht gerecht geworden. Unentschuldbar!

Das Resultat dieser verfehlten Vereinspolitik ist der große Wunsch vieler Anhänger nach einer nachhaltigen Veränderung der Vereinsstrukturen. Die Möglichkeit dazu ist nun gegeben. Die Gruppe „UnserFC“ hat Sponsorenzusagen in Höhe von zwei Millionen Euro. Eine beachtliche Zahl, die deutlich macht, dass es entgegen Wellers Märchengeschichten durchaus realisierbar ist neue Sponsorengelder zu akquirieren.

Die Tatsache, dass von allen Vertretern dieser Gruppe der ständige Dialog mit allen interessierten Personen angeboten wird, ist ein erfrischendes und lange nicht gehörtes Signal. Die nächsten Tage werden zeigen, ob Hartmut Ostermann im Sinne des Vereins handelt und den Dialog sucht oder ob sein Einzelinteresse am 1. FC Saarbrücken größer ist als das Interesse an einer gemeinsamen Lösung.

Auch deshalb sind für uns einige Reaktionen aus der Fanszene nicht nachvollziehbar. Während ein 20-jähriges Sponsoring-Engagement eine sachliche Beurteilung hinsichtlich Effizienz und Nachhaltigkeit durchaus zulässt, hat es nichts mit Sachlichkeit zu tun, wenn schon nach wenigen Tagen negativ über die Gruppe „UnserFC“ geurteilt wird. Insbesondere dann, wenn von Seiten der Kritiker noch nicht mal der Dialog gesucht wurde!

Unserer Ansicht nach ist es ohne Einschränkungen zu begrüßen, dass es Personen gibt, die den Verein verändern wollen und eine Vereinskultur schaffen wollen, die den FCS wieder sympathischer und glaubwürdiger macht. Wir sehen zum aktuellen Zeitpunkt keinen Grund diese Personenkonstellation vorzuverurteilen.

Wir werden uns am kommenden Samstag darum bemühen genügend Unterschriften zu sammeln, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen zu können.

Die aktuelle Polarisierung des Sachverhalts verlangt eine Mitgliederversammlung in naher Zukunft und nicht im Winter, wie von Hartmut Ostermann anberaumt.

Wir rufen daher alle interessierten Mitglieder auf im Sinne des 1. FC Saarbrücken zu handeln und mit einer Unterschrift die Beantragung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die eine Neustrukturierung der Gremien beschließen kann, zu ermöglichen.
Wer diese Ansicht nicht teilt und keinen Antrag unterzeichnen möchte, dessen Auffassung akzeptieren wir natürlich gleichermaßen.

Wir wünschen allen FC-Fans einen schönen Samstag im Weltkulturerbe Ludwigspark und den Jungs im Blau-Schwarzen Dress viel Erfolg!

Blau-Schwarze Grüße von den Boys Saarbrücken!

Stellungnahme zur Ernennung des neuen Vizepräsidenten Florian Kern

Mit großer Verwunderung haben wir in dieser Woche die Nachricht aufgenommen, dass Florian Kern zum neuen Vizepräsidenten des 1. FC Saarbrücken ernannt wurde und in Folge dessen sein Amt als Aufsichtsratsmitglied niedergelegt hat.

Florian Kern wurde im Jahr 2013 als „Fanvertreter“ in den Aufsichtsrat des FCS gewählt. Das Vertrauen seiner Wähler, die zu einem erheblichen Teil aus der Virage Est stammen, gewann Kern durch seine langjährige Präsenz in der Kurve und sein Engagement (Fanmagazin Leuchtturm, Mitglied des Fan-Ausschusses) rund um den FCS. Vor den Aufsichtsratswahlen im Jahr 2013 warb Florian Kern mit dem Slogan „Kernig in den Aufsichtsrat“ für seine Wahl in das höchste Kontrollgremium des Vereins. Viele Personen aus der Virage Est unterstützten Kern in seinem Bestreben und sprachen ihm ihr Vertrauen aus. Zu den Zielen, die auch in einigen persönlichen Gesprächen erörtert wurden, zählten unter anderem die Imageverbesserung des 1. FC Saarbrücken, das Werben von Mitgliedern (Stichwort „lebendige Vereinskultur“) und das Vertreten fanpolitischer Interessen. Die Betonung lag in diesem Zusammenhang ganz deutlich auf dem Wort „Vertreten“.

Der klare Wählerauftrag an Florian Kern bestand darin als Sprachrohr der Fans zu fungieren und in den schon damals spöttisch genannten „Abnick-Rat“ neuen Schwung zu bringen. Selbigen Anspruch formulierte Florian Kern beispielsweise im Zuge seiner oben angesprochenen Kampagne „Kernig in den Aufsichtsrat“.

Florian Kern war zu jedem Zeitpunkt bekannt, dass wir die Zusammensetzung des Präsidiums unter der Alleinherrschaft von Hartmut Ostermann äußerst kritisch betrachten und langfristig eine komplette Neustrukturierung der Vereinsspitze und der Sponsorenpolitik als die beste Lösung für den 1. FC Saarbrücken erachten. Orientieren wir uns an den Fakten muss nüchtern festgehalten werden, dass Kern in seiner Rolle als Aufsichtsratsmitglied nur sehr wenige Ziele erreicht hat bzw. anstoßen konnte. Wir sind uns darüber bewusst, dass sich die Mühlen beim FCS sehr langsam drehen und es folglich schwierig ist ambitionierte Ziele umzusetzen.

Unsere Bestürzung bezieht sich daher viel mehr auf die Tatsache, dass Florian Kern das Vertrauen seiner Wählerschaft massiv enttäuscht hat und sich dazu entschieden hat ein Teil des Systems „Hartmut Ostermann“ zu werden.

Wir möchten an dieser Stelle explizit auf unsere Stellungnahme vom 19.03.2015 (https://gebtdenfcsfrei.wordpress.com/) verweisen. Wer damals dachte, dass die katastrophale Außendarstellung der Vereinsverantwortlichen seinen Gipfel erreichte, wurde in jüngster Vergangenheit erneut eines Besseren belehrt.

Hartmut Ostermann ernennt Milan Sasic zum Leiter der Lizenzspielerabteilung und Teil der Geschäftsführung. Einen Mann, den Ostermann im vergangenen Jahr als Trainer entlassen hat, um ihn kurze Zeit später in seinem Unternehmen wieder einzustellen. Mehrfach betonte Ostermann, dass Sasic keinen Einfluss auf Entscheidungen hat, die den 1. FC Saarbrücken betreffen. Wie sich schon kurze Zeit später herausstellte waren diese Aussagen eine glatte Lüge gegenüber den Fans und Mitgliedern des FCS.
Milan Sasic war es, der in jüngster Vergangenheit erneut negativ auf sich aufmerksam machte, indem er einen langjährigen Mitarbeiter des FCS zum Teufel jagte und Vereinsikone Dieter Ferner in falschem Zusammenhang darstellte, um seine Arbeit vor den Anhängern in ein gutes Licht zu rücken. Ein beschämender und unverzeihlicher Vorgang!
Die Affäre rund um Sebastian Pini ist unterdessen von der Vereinsführung im Verlauf dieses Jahres erwartungsgemäß totgeschwiegen worden. Eine umfassende Aufarbeitung der Geschehnisse fand nie statt. Ein Präsident, der im Sinne seiner Mitglieder und vor allen Dingen zum Wohle des Vereins handelt, hätte erkannt, dass dieser Skandal bei der Mitgliedschaft hohe Wellen geschlagen hat und eine lückenlose Aufklärung alternativlos ist.
Das Gegenteil trat ein, zum x-ten Mal wurden die Mitglieder entgegen öffentlicher Statements für dumm verkauft.

Die Personalien Pini und Sasic stehen sinnbildlich für die verfehlte Vereinspolitik von Harmut Ostermann, der seit Jahren beratungsresistent bleibt, seinen Führungsstil innerhalb des Clubs offenkundig niemals ändern wird und öffentlich ein ums andere Mal für Unverständnis sorgt (Bsp. Stadionposse).

Bei allem Respekt vor den Verdiensten von Hartmut Ostermann für den FCS sollte sich langsam aber sicher auch der letzte Befürworter eingestehen, dass das Image unseres Vereins und der nachhaltige Erfolg auf sportlicher Ebene ohne einen grundlegenden Wechsel der Vereinsstrukturen auf der Strecke bleiben wird. Diese amateurhafte und rufschädigende Vereinspolitik ist des 1. FC Saarbrücken e.V. nicht würdig.

Wir wiederholen: Diese Auffassung gegenüber den verantwortlichen Personen in der FCS-Spitze (vgl. Stellungnahme 19.03.2015) war Florian Kern zu jedem Zeitpunkt bekannt. Umso beschämender ist es, dass Kern nun in dieser Konstellation mitwirkt und so die Überzeugungen seiner Wähler mit Füßen tritt. Seine Beweggründe sind für uns auch nach einem persönlichen Gespräch nicht nachvollziehbar.

Ein Vertrauensverhältnis zwischen den FC-Fans aus der Virage Est und Florian Kern ist demnach nicht mehr existent!

Uns bleibt daher keine andere Wahl, als Florian Kern aufzufordern, mit sofortiger Wirkung vom Posten des Vizepräsidenten zurückzutreten!

Florian Kern muss sich darüber bewusst sein, dass ein sofortiger Rücktritt die einzige Chance ist, um sein Gesicht vor großen Teilen der Anhängerschaft zu wahren!

Virage Est Saarbrücken

Boys Saarbrücken
Nordsaarjugend
Clique Canaille
Leone Pazzo
Sektion 386
Gruwe Crew
The Football Crew
Droogs
Nauwiesbande

Aufstiegsspiele zur 3. Liga

Knapp drei Monate sind vergangen nachdem die Gruppen der Virage Est bekannt gegeben haben die ersten 19:03 Minuten jedes FCS-Spiels zu schweigen. Erwartungsgemäß blieben Kritik und Unverständnis bei einigen Fans und Verantwortlichen nicht aus.
Auch deshalb möchten wir an dieser Stelle nochmal deutlich betonen, wie wichtig es uns ist, ein Zeichen gegen die desolate Vereinsführung unseres Vereins zu setzen. Mit ein paar Spruchbändern ist es nach den Vorfällen bei der letzten Mitgliederversammlung nicht getan. Wir sehen uns nach wie vor in der Pflicht, bei jedem Spiel darauf aufmerksam zu machen, dass das System „Hartmut Ostermann“ trotz des momentanen sportlichen Aufwärtstrends ausgedient hat.
Wir lassen uns durch die kommenden Aufstiegsspiele und einen möglichen Aufstieg nicht blenden und vertreten nach wie vor die Auffassung, dass der 1. FC Saarbrücken erst wieder nachhaltig erfolgreiche und vor allen Dingen ehrliche Vereinsarbeit leistet, wenn Ostermann samt Entourage die Zeichen der Zeit erkennt und den FCS aus seiner Geiselhaft entlässt.

Wir können gleichzeitig allen Fans des 1. FC Saarbrücken versichern, dass Euphorie, Enthusiasmus und der Wille in die 3. Liga aufzusteigen bei uns genauso groß sind, wie bei allen Fans des FCS. Wir wollen auch wieder Mannschaften wie Rostock, Dresden, unter Umständen 1860 München im Park begrüßen und „Vereine“ wie Hoffenheim 2, Elversberg oder Zweibrücken endlich hinter uns lassen.

Um das zu erreichen sind neben den elf blau-schwarzen Kriegern auf dem Platz natürlich auch WIR Fans auf den Rängen gefragt. Da in der Zwischenzeit FC-Fans verschiedenster Couleur auf uns zugekommen sind und auch seitens der Mannschaft eine 90-minütige Unterstützung in diesen beiden Spielen als extrem wichtig erachtet wird, haben wir uns zusammengesetzt und das Vorgehen für die beiden Aufstiegsspiele besprochen.

Als Resultat dieser Gespräche können wir verkünden, dass die Gruppen der Virage Est den 19:03 minütigen Stimmungsprotest für die beiden Begegnungen gegen die Würzburger Kickers aussetzen werden!

Wir rufen daher alle FC-Fans auf, in den beiden Spielen gegen Würzburg für die Atmosphäre zu sorgen, die der Equipe den entscheidenden Antrieb gibt, um den 3. Liga Aufstieg klar zu machen.

Dieser Appell nimmt wohl gemerkt keinen Menschen aus, dessen Herz blau-schwarz schlägt:
Egal ob Sitzplatz oder Stehplatz, egal ob vor dem Stadion oder sonst wo, DU bist gefordert deine Stimme für den 1. FC Saarbrücken e. V. zu erheben!

In diesem Sinne…

Vereint zum großen Ziel!

Die Ultras der Virage Est Saarbrücken

Stellungnahme vom 30.03.15

Ein kurzer Zwischenruf…

Mit großem Interesse lauschten wir den Worten von Herrn Ostermann in der Nachberichterstattung der Pressekonferenz vom letzten Freitag und möchten dazu ein paar Anmerkungen loswerden:

  • Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung dieses Jahres wurde explizit gefragt, wie spruchreif die Pläne für eine Ausgliederung sind. Hier wurde um eine Antwort herumgedruckst und immer wieder auf das vermeintliche „knappe Zeitfenster“, das sich unvermittelt öffnen und wieder schließen kann, verwiesen. Dem Anschein nach lässt sich die Öffnung doch um einiges vorhersehbarer beeinflussen, als es den Mitgliedern des 1. FC Saarbrücken damals vermittelt wurde. Wenn jetzt eine außerordentliche MGV für die neue Weichenstellung einberufen werden kann, wieso hat man sich dann so vehement mit allen Mitteln gegen den beantragten Passus der Mitgliederbefragung zur Ausgliederung gewehrt?
  • Die Affäre Pini wurde von „extern“ überprüft und es hat sich laut Aussage Herrn Ostermanns kein Erpressungsversuch „erkennen“ lassen. Gewisse Wahrheiten liegen somit wohl im Auge des Betrachters. Deshalb bleibt dazu nicht mehr zu sagen, als dass wir von unserer Seite aus keinerlei Bemühungen erkennen konnten, dieses dem FCS absolut unwürdige Thema ernsthaft aufzuklären. Traurig, aber leider keine Überraschung.
  • „Ich habe Verständnis für Fanproteste. Die Leute wollen Basisdemokratie“. Herr Ostermann, die Leute wollen vor allen Dingen saubere Abstimmungen auf Mitgliederversammlungen, die nicht von einer Dunkelziffer eingekaufter‘ Stimmen verfälscht und manipuliert werden. Das wäre dann vielleicht wirklich der heraufbeschworene Neuanfang. Sie können gerne ein Zeichen setzen und die Fußballabteilungen der Herren und Damen vor der Stimmabgabe in den wohlverdienten Sommerurlaub schicken. So sähe ein Signal der ausgestreckten Hand, die es mit den Mitgliedern und deren Ansichten ernst meint, wirklich aus.
  • „Aufsichtsrat, Fans und auch Vorstand sollten in den kommenden zwei Monaten Ruhe bewahren“. Sehr geehrter Herr Ostermann, wir werden in der kommenden Zeit auch weiterhin die Ruhe bewahren, und das genau 19:03 Minuten in jedem Spiel. Und dies nicht um der Mannschaft oder dem Verein zu schaden, sondern weiterhin im Stadion auf den Schaden hinzuweisen, den IHRE Führungsetage gerade in der jüngsten Vergangenheit hinterlassen hat. Wir sind gespannt, inwiefern Ihren Worten Taten folgen und Sie einem wirklichen Neuanfang mit Substanz und Nachhaltigkeit nicht im Wege stehen.

Boys Saarbrücken, 30.03.2015 – Gebt den FCS frei –