Saisonstart 2016 / 2017

Neues Jahr, neues Glück? Im schnelllebigen Fußballalltag ist diese Floskel sicher zutreffender als in vielen anderen Bereichen unseres Lebens. Getan hat sich im Sommer jedenfalls so einiges beim FC… Viele Gesichter der alten Mannschaft tragen nicht mehr unser Maillot und haben das Weite gesucht. Traurig sind wir darüber gewiss nicht, spätestens seit der letztjährig gezeigten Respektlosigkeit gegenüber der Kurve hatten Teile der Mannschaft keinerlei Kredit mehr in unseren Reihen.

Eine der drängendsten Fragen, die einen Großteil der blauschwarzen Anhängerschaft beschäftigt, können wir guten Gewissens mit Nein beantworten. Aber fangen wir erstmal vorne an. Die bisher eingetretenen Veränderungen im Verein begrüßen wir ausdrücklich, der Kader macht einen frischen, motivierten Eindruck und auch die Installation neuer Personen im operativen Bereich stimmt uns optimistisch. Wenig zuversichtlich sind wir bezüglich grundlegender, struktureller Einschnitte, die in unserem Club seit über einem Jahrzehnt überfällig wären. Die alleinige finanzielle Abhängigkeit von Hartmut Ostermann ist nach wie vor gegeben, die von Herr Weller stolz verkündete Senkung des Etats ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn die frei gewordenen Mittel nicht in nachhaltige Projekte, wie etwa die Senkung der Schuldenlast, fließen. Jedes Kind in Saarbrücken weiß, dass millionenschwere Verbindlichkeiten bei Ostermann/Victors den Weg für potentielle Nachfolger der Ära Ostermann zum finanziellen Himmelfahrtskommando machen würden. In der Luxussituation, dass „unser“ Präsident gleichzeitig Hauptsponsor ist, wären die Möglichkeiten durchaus gegeben die Verbindlichkeiten nachhaltig zu senken. „Zum Wohle des Verein“ zu handeln bedeutet mehr als nur ein oder zwei Jahre in die Zukunft zu schauen und auf den gefühlt zehnten Zweijahresplan zu hoffen. Herr Ostermann hätte es in der Hand diese Schritte einzuleiten, man denke nur an die Marketingrechte, die in „seinem“ Besitz sind. Warum erzählen wir euch das? Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass sich an den Strukturen hinter den Kulissen nicht allzu viel geändert hat. Bezeichnend, dass Schatzmeister Weller unter den Augen bekannter Ehrenmänner, die laut HO und Co. keine offiziellen Posten mehr im Verein bekleiden, die neue sportliche Leitung des Vereins präsentiert.

Im Sinne des Vereins kann bei der nächsten Mitgliederversammlung nur das Ziel sein, die Weichen zu stellen, um unseren Club aus dieser ungesunden finanziellen Abhängigkeit heraus zu führen. Unabhängige Kandidaten in den Aufsichtsrat zu wählen, die eine gewissenhafte Beurteilung des Präsidiums gewährleisten, keine Ja-Sager verkörpern und vor allen Dingen fähig sind einschneidende Entscheidungen zu treffen, brauch unser FCS in der Zukunft.
Im Übrigen sollte Herrn Ostermann endlich klar werden, dass ein Präsident den Verein repräsentieren muss und nicht beim Großteil der Spiele mit Abwesenheit zu glänzen hat. Sollten die Spielbesuche des Präsidenten weiter so rar sein wie in der vergangenen Saison, liefert er weitere Argumente, warum die Position des Präsidenten für ihn ungeeignet ist.

Deshalb ein klares Nein, die Kritik wird von unserer Seite nicht verstummen. Schlicht deshalb, weil sie nach wie vor berechtigt ist. Gleichwohl wird der Boykott in den ersten 19:03 Minuten jedes Spiels zur neuen Saison bis auf weiteres aufgehoben. Wir glauben an unsere Mannschaft und wollen gemeinsam mit allen supportwilligen FC Fans eine Atmosphäre schaffen, die mit etwas Glück schon in diesem Jahr den Aufstieg begünstigen kann. Rafft euch auf, kommt zum FC und unterstützt Blau Schwarz! Wir sind der 12. Mann!

Aux Armes!

Boys Saarbrücken

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