Stellungnahme vom 30.03.15

Ein kurzer Zwischenruf…

Mit großem Interesse lauschten wir den Worten von Herrn Ostermann in der Nachberichterstattung der Pressekonferenz vom letzten Freitag und möchten dazu ein paar Anmerkungen loswerden:

  • Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung dieses Jahres wurde explizit gefragt, wie spruchreif die Pläne für eine Ausgliederung sind. Hier wurde um eine Antwort herumgedruckst und immer wieder auf das vermeintliche „knappe Zeitfenster“, das sich unvermittelt öffnen und wieder schließen kann, verwiesen. Dem Anschein nach lässt sich die Öffnung doch um einiges vorhersehbarer beeinflussen, als es den Mitgliedern des 1. FC Saarbrücken damals vermittelt wurde. Wenn jetzt eine außerordentliche MGV für die neue Weichenstellung einberufen werden kann, wieso hat man sich dann so vehement mit allen Mitteln gegen den beantragten Passus der Mitgliederbefragung zur Ausgliederung gewehrt?
  • Die Affäre Pini wurde von „extern“ überprüft und es hat sich laut Aussage Herrn Ostermanns kein Erpressungsversuch „erkennen“ lassen. Gewisse Wahrheiten liegen somit wohl im Auge des Betrachters. Deshalb bleibt dazu nicht mehr zu sagen, als dass wir von unserer Seite aus keinerlei Bemühungen erkennen konnten, dieses dem FCS absolut unwürdige Thema ernsthaft aufzuklären. Traurig, aber leider keine Überraschung.
  • „Ich habe Verständnis für Fanproteste. Die Leute wollen Basisdemokratie“. Herr Ostermann, die Leute wollen vor allen Dingen saubere Abstimmungen auf Mitgliederversammlungen, die nicht von einer Dunkelziffer eingekaufter‘ Stimmen verfälscht und manipuliert werden. Das wäre dann vielleicht wirklich der heraufbeschworene Neuanfang. Sie können gerne ein Zeichen setzen und die Fußballabteilungen der Herren und Damen vor der Stimmabgabe in den wohlverdienten Sommerurlaub schicken. So sähe ein Signal der ausgestreckten Hand, die es mit den Mitgliedern und deren Ansichten ernst meint, wirklich aus.
  • „Aufsichtsrat, Fans und auch Vorstand sollten in den kommenden zwei Monaten Ruhe bewahren“. Sehr geehrter Herr Ostermann, wir werden in der kommenden Zeit auch weiterhin die Ruhe bewahren, und das genau 19:03 Minuten in jedem Spiel. Und dies nicht um der Mannschaft oder dem Verein zu schaden, sondern weiterhin im Stadion auf den Schaden hinzuweisen, den IHRE Führungsetage gerade in der jüngsten Vergangenheit hinterlassen hat. Wir sind gespannt, inwiefern Ihren Worten Taten folgen und Sie einem wirklichen Neuanfang mit Substanz und Nachhaltigkeit nicht im Wege stehen.

Boys Saarbrücken, 30.03.2015 – Gebt den FCS frei –

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